Friday, August 20, 2010

Meine Träume - Georg Heym

Den folgenden Traum hat Georg Heym
am 2. Juli 1910 in sein Traumtagebuch
eingetragen; wie eine Vorahnung der
Umstände seines Todes zwei Jahre später:

2. Juli 1910
Ich stand an einem großen See, der ganz mit einer Art Steinplatten bedeckt war. Es schien mir eilte Art gefrorenen Wassers zu sein. Manchmal sah es aus wie die Haut, die sich auf Milch zieht. Es gingen einige Menschen darüber hin, Leute mit Tragelasten oder Körben, die wohl zu einem Markt gehen mochten. Ich wagte einige Schritte, und die Platten hielten. Ich fühlte, daß sie sehr dünn waren; wenn ich eine betrat, so schwankte sie hin und her. Ich war eine ganze Weile gegangen, da begegnete mir eine Frau, die meinte ich sollte umkehren, die Platten würden nun bald brüchig. Doch ich ging weiter. Plötzlich fühlte ich, wie die Platten unter mir schwanden, aber ich fiel nicht. Ich ging noch eine Weile auf dem Wasser weiter. Da kam mir der Gedanke ich möchte fallen können. In diesem Augenblick versank ich auch schon in ein grünes schlammiges, schlingpflanzenreiches Wasser. Doch ich gab mich nicht verloren, ich begann zu schwimmen. Wie durch ein Wunder rückte das ferne Land mir näher und näher. Mit wenigen Stößen landete ich in einer sandigen, sonnigen Bucht.
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El siguiente sueño de Georg Heym tiene fecha
registrada
de 2 de julio de 1910 en su diario de
sueños; parece un presagio de las circunstancias
de su propia muerte 2 años mas tarde.

Spanish Translation coming soon........................................

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