Thursday, August 27, 2020

Torero der Nacht de Novalis Band

 


Es steht vorm Spiegel

braune Augen, schwarzes haar

im Gesicht wildes Wasser

männlich, sinnlich und stark

 

Er geht aus

wie fast jede Nacht

in seine dancingbar

und macht Frauen an

verschenkt sein herz

in unwiderstehlicher Art

und liest ihnen jeden Wunsch

von den Augen ab

 

Torero del Liebe, Torero der Nacht

in seiner disco-arena ist er unbesiegbar

er Kämpf mit longdrinks, mit worten

und sehr viel Charme

 

Geschichten erzählt er

mal gelogen, mal wahr

sie fühlen sich bei ihm geborgen

er ist ihr Traum von Mann

und beim tanzen

werden die meisten schwach

er küsst sie Heiß

sie fallen in seinen arm

und der morgen rückt näher

sie sieht ihren Mantel an

er zahlt diskret

beide verschwinden Hand in Hand

 

Torero del Liebe, Torero der Nacht

in seiner disco-arena ist er unbesiegbar

er Kämpf mit longdrinks, mit worten

und sehr viel Charme

auch wenn er alleine geht

gibt es ein nächstes Mal


Traducción:


Está frente al espejo

ojos marrones, cabello negro

agua salvaje en la cara

masculino, sensual y fuerte


Él sale

como casi todas las noches

en su barra de baile

y enciende a las mujeres

regalar su corazón

de una manera irresistible

y los lee todos los deseos

de los ojos


Torero del amor, torero de la noche

es invencible en su arena disco

pelea con tragos largos, con palabras

y mucho encanto


El cuenta historias

a veces una mentira, a veces es verdad

se sienten seguros con el

él es su sueño de hombre

y mientras bailas

la mayoría de ellos se debilitan

la besa caliente

caen en sus brazos

y el mañana se acerca

ella mira su abrigo

el paga discretamente

ambos desaparecen de la mano


Torero del amor, torero de la noche

es invencible en su arena disco

pelea con tragos largos, con palabras

y mucho encanto

incluso si va solo

hay una próxima vez

Tuesday, August 4, 2020

Maravilloso!



Emil Cioran:

“Sin Bach, la teología carecería de objeto, la Creación sería ficticia, la nada perentoria. Si alguien debe todo a Bach es sin duda Dios.”




 

Sunday, July 26, 2020

Hölderlin - Dichter zwischen Genie und Wahnsinn | SWR Geschichte und Ent...







Bad Homburg im Jahre 1806 am Morgen des 11.
September wird der Dichter Friedrich Hölderlin  von zwei Männern gewaltsam von seinem Wohnort
abtransportiert von
der Landgrafschaft Hessen Homburg wird er nach Tübingen verschleppt zu dieser Zeit
eine viertägige reise naja ist schwer zu fassen wurde der Markt ist
aber Gefahr ist wächst das könnte der Abtransport muss dramatisch gewesen sein es
ging ohne Rechtsgrundlage auch das wäre damals eigentlich vorgeschrieben gewesen
das war de facto
eine Entführung zuvor ist sein engster Freund Isaac von Sinclair
des Hochverrats gegen den Landesfürsten angeklagt und in den Kerker
geworfen worden auch Bilder link steht auf der Liste der guten Stube das war eine Zeit in
der politische Gegner
durchaus auch mal eben einen Kopf kürzer gemacht wurden oder von der Bildfläche
verschwunden sind er wird sicher mit Todesängsten konfrontiert gewesen sein bei
dieser Frauen am 15 September
erreicht die Kutsche das Autenrieth Klinikum in Tübingen will Berlin kommt in die psychiatrische Abteilung
anhand der historischen Akten lassen sich die damals üblichen therapeutischen Maßnahmen
rekonstruieren da
war 2 131 Tage in dieser Wandelung darüber ist gut Buch geführt wurden das
behandlungskonzept das war verloren gegangen aber das Rezepten klein ist ja erhalten
geblieben in Berlin
wird Tollkirsche Fingerhut Opium und eine Quecksilber Verbindung verabreicht nach heutiger Kenntnis
ein giftiger medikamentenmix
es ist davon auszugehen dass er im Palisaden Zimmer ruhig gestellt wird heute würde man sagen
in einer Gummizelle der ihn behandelnde Arzt hat eine Gesichts Fixierung erfunden die
seine Patienten davon abhalten soll zu schreien die Autenrieth immer
das war damals dass das moderne mit einem Montur den Kopf befestigt
und dann noch eine regelrechte Leder Maske darüber plus empfehlen wo Menschen
dann noch geschrieben haben ein Knebel direkt in den Mund gesteckt was sicherlich
ganz besonders schrecklich ist weil man dann ja Erstickungstod kommt seine Behandlung
kommt einer Folter gleich wie Friedrich Hölderlin  sie erlebt haben mag lässt sich nur erahnen dass die Situation
in einer Psychiatrie ist den Ärzten dagegen verstehen transformers
vorstellen Berlin
werde nachts aus dem Bett geholt eine kutsche hat gewaltsam in diesem herzen
gegenüber kleinlich
angst war anfangs sogar nach knapp acht Monaten Behandlung erklärt der Arzt
Hölderlin s
Wahnsinn für unfehlbar er gibt
ihm höchstens noch drei Jahre zu leben mit dieser Prognose über stellt er ihnen einer Familie
zur Pflege Friedrich
Hölderlin
 ist 37 Jahre alt
als er in das Haus eines Tübinger Schreiner Meisters ein Zimmer mit Blick auf den Neckar
wird sein letzter Lebens Ort sein heute zählt Friedrich Hölderlin  zu den bekanntesten Dichtern weltweit hinterlassen
hat er ein bahnbrechendes werk klar ist nur schwer zu fassen der Gott wächst
das rettende auch da ist es schwer zu fassen der Gott wo aber Gefahr ist wächst
das rettende auch also höherer Designer von diesen Dichtern die immer schon in der Zukunft
angekommen sind da
wird auch noch im Jahr 3000 wieder neu zu deuten seien selten ist so berichtet
worden was da passiert sprach ist bis heute unerreicht was auffällt ist diese höchst
ungewöhnliche Fügung der Sprache das hat kein anderer gemacht das gibt es in der ganzen
deutschen Klassik
so nicht es gibt es auch später nicht mehr eine Stimme eine politische stimme tritt davor
die ganz einmalig ist in der deutschen Literaturgeschichte der ist Einzelgänger
es ihr Läufers Randfigur der sich absetzt von allen weil er wirklich etwas
schafft was ich als bahnbrechend für alle spätere erweist Halloween
ist ja auch einer der wie kein zweiter dichter in Deutschland von allen
politischen Richtungen in Beschlag genommen wurde die rechten die linken die mittleren
alle haben bei ihm ihre Antworten gesucht und es ist kein Zufall viel
hat von morgen an seid ein Gespräch wir sind und Herren voneinander erfahren der Mensch
bald sind wir aber gesamt unter wesentlicher Impuls ist dass es sich hier nicht
nur um Gedichte handelt sondern um gesellschaftspolitische entwürfe diese Gedichte
verhandeln runde
die Idee einer besseren Gesellschaft verhandeln die Ideen der französischen Revolution
Freiheit Gleichheit Brüderlichkeit verhandeln die Idee des humanen selbst oder über Landschaften
dichtet sind diese
Landschaften belebt das sind alle die Fragestellungen wie kann der Mensch das Leben
wie sieht ein menschlich geglücktes miteinander neben aus wenige Jahre vor seiner Zwangseinweisung in die Psychiatrie
unternimmt will Berlin
eine Reise nach bordeaux über weite Strecken zu Fuß ein Gewaltmarsch in das Ursprungsland
der Revolution also
das ist ein moment der sein ganzes leben bestimmt hat dieser moment des ausbruchs
der französischen revolution 1789 dieser große aufbruch der versprach dass alles
wie herrschaftsverhältnisse der letzten 100 jahre waren auf den kopf gestellt
werden würde und damit waren sehr viele hoffnungen verbunden Hölderlin  hofft dass nach französischem vorbild sich
auch in seiner schwäbischen heimat die herrschaftsverhältnisse von grund auf
erneuern er
war anhänger dieser schwäbischen revolution schwäbischen verschwörung und war mit
den politischen aktivisten dieser zeit sehr gut bekannt und befreundet sehr wohlhabend sie
geplant die macht zu stürzen und in der damaligen zeit galt das sicher als einer der ganz
großen politischen aufruhr aktionen die man eben heute mit dem wort
terrorismus sein
engster weggefährte sitzt wegen hochverrats im kerker diesem schicksal wird Hölderlin  entgegen ein ärztliches gutachten bescheinigt
ihm wahnsinn
die ermittlungen werden eingestellt als verrückt zu erklären in die psychiatrie zu
verschicken war vielleicht
auch genau für ihn die lösung und nicht eben in kärnten nicht als politisch
radikaler des landes hochverrats angeklagt zu werden und dann lebenslang
möglichen gefängnis zu landen das ende des dichters im turm über dem Neckar
wirft bis heute fragen auf ist es denkbar dass sich die ärztin ihrer diagnose
geirrt haben dass er gar nicht wahnsinnig war dass es hier nur darum ging einer
politischen verfolgung zu entkommen was erzählt sein werk was hat Hölderlin  getrieben was hat ihn besiegen wie
lässt sich sein lebensweg rekonstruieren sein politischen idealen hat Hölderlin  nie abgeschworen als dichter hat er sich immer
weiter radikalisiert
die frage ist bis zu welchem punkt führt sein leben zwangsläufig in den typen atom 36
jahren wenn so eine zelle Hölderlin  sollte nicht drei jahre sondern noch mehr als
drei jahrzehnte leben
bis zu seinem tod am 17 juni 1843 die hälfte seines lebens warum endete sein leben in einem
turm wer
war Friedrich
felder nicht das
tal des mieters die schwäbische alb die tech landschaften die Friedrich Hölderlin
 von kleinauf gesehen in der
natur genießt er eine freiheit die dem kind ansonsten kaum gewährt ist eine ganz
besondere kraft seines erlebnis gewesen zu sein dass er in einer unscharfen
warmen vom himmel begünstigten landschaft aufgewachsen ist und er muss da wieder
von seinem eigenen natur erleben aus dass glückliches belebte ganz
einfach desolat gespielt haben sind sie immer wieder und wieder in deinen
tälern wachtel mein herz mir auf zum leben zum leben zu lieben seine wählen
und spielten mich und alle holden hügel die dich wanderer kennen ist keiner fremd
mehr ist keiner fremden mir johann christian Friedrich Hölderlin  kommt am 20 märz 1770 als sohn einer pfarrers
tochter und eines kloster verwalters in dem ort lauffen am Neckar auf die welt die zutiefst
protestantische familie ist äußerst standes bewusst und vermögen will Berlin
ist gerade zwei jahre alt als der vater stirbt die mutter heiratet erneut und die familie zieht
nach nürtingen weiter flussaufwärts am Neckar zwischen stuttgart und Tübingen
gelegen Hölderlin
 
ist neun jahre alt als auch
der stiefvater statt halloween hat zwei väter verloren und mit seiner mutter ist er
ausserordentlich stark in diesem doppelten verlust verbunden ich glaube das hat
das verhältnis besonders tief aber auch dramatisch gemacht die zweifache witwe
wird nicht wieder heiraten all ihre erwartungen projiziert sie auf den ältesten
sohn er soll pfarrer
werden wie seine vorfahren jetzt hat sie einen hochbegabten bis genialen
sohn nicht unbedingt ein geschenk ich stelle mir vor bei aller liebe das
ist auch sehr schwierig ist einen genialen sohn mit diesen Friedrich
Hölderlin  zu haben dessen seelischer künstlerischer das auch noch das
fremde element der kunst in einer solchen familie entwicklung man beobachtet beäugt aber
vielleicht kaum verstehen mit 16 wechselt Hölderlin  auf die höhere klosterschule maulbronn zuvor
hatte die mutter vertraglich besiegelt dass ihr sohn dem landesherrn auf
lebenszeit als pfarrer dienen wird im gegenzug erhält Hölderlin  staatliche stipendien für die besten und strengsten
theologischen ausbildungsstätten des landes das erste gebet beginnt um viertel nach fünf
weitere gebetet akten den tag mit drill ist enorm ich stell mir das sehr schrecklich
vor also der zucht und ordnung von früh- spät- und dass wir uns heute vorstellen von
erziehung also raum für individuelle freiheit für das eigene tempo eigene ideen zu
entwickeln und die zu verfolgen das alles hat genau nicht gegeben sondern es
wurde ein enormes pensum von denen verlangt und darauf wurde geachtet und werd
es nicht gebracht hat flug eben aus diesem leistungssystem auch aus und hole ihn
hat es immer erbracht er wusste er muss im system funktionieren um auch
seiner mutter keine
schande zu machen keinen kummer zu machen und gleichzeitig beschreibt er aber
wir ihnen das geld den briefen des knaben lässt es sich entnehmen
verzweiflung und schwermut wechseln ab mit ausbrüchen wütenden trotzig das
ist ja ein kurzes zitat aus einem brief von Hölderlin  von 1787 mein herz es ist böse ich habe ihm
ahlen ein bessers
gehabt aber das haben sie mir genommen das finde ich ist ein sehr berührendes zitat
indem er eben selber erkennt welche schmerzen und welche verletzungen diese
zeit in den klosterschulen in ihm ausgelöst haben hier halte ich es niemals nein wahrlich
ich muss fort man
hat auch belege dafür dass er melancholisch wegtauchen sturm wirken in sich
selber versinken konnte ich glaube dass beides der selbsterhaltung dient die
abwendung genauso wie das aufbrausen nicht nur in seinen briefen bringt er zum
ausdruck was ihn bedrückt und erwägt auch in manchen seiner ersten gedichte in
maulbronn beginnt friedlich melden ihn zu schreiben ich so die knaben schritte lenke
kerker die kurzen vor gemessenen schritte täglich zu wandeln ich tue
das und ich wollte es nimmer so inständig er die mutter anfleht an einen abbruch
der ausbildung zum evangelischen pfarrers nicht zu denken am 14 juli 1789 erfolgt in paris
der sturm auf die bastille der tag 0 der französischen revolution einen monat später sind
feudal und leibeigenschaft
abgeschafft und die menschen und bürgerrechte erklärt die nachrichten vom 14 juli halten
wie donna durch natürlich begann man nun in anderen europäischen ländern die
ereignisse aber dies intensiv zu verfolgen mit argwohn von seiten der regierungen
die angst hatten vom revolution sirus angesteckt zu werden aber mit viel interesse von seiten
der bevölkerung zumindest den aufgeklärten schichten und ganz besonders in süddeutschland alles
wird von grund auf neu bestimmt die neue zeit der neue mensch in Berlin
wird in dieser französischen revolution geradezu gepackt das ist wahrscheinlich dass das
wichtigste geschehen in seiner zeit dieser impuls des dann volk aufsteht und seine
königin wegfegt wovon deutsche in allen landesteilen oder kleinstaaten nur träumen
konnten das
hier praktisch fürsten willkür zunichtegemacht wird das war für ihn das größte
innere ergebnis überhaupt und natürlich der traum was wäre wenn wir das
auch machen könnten die deutschen insofern war die französische revolution seine
ureigenste sache im frühjahr 1792 dringen französische revolutionstruppen erstmals
auf deutsches territorium vor dass zu dieser zeit in mehr als 300 selbstständige
fürsten und könig thümer zersplittert ist das ist keinesfalls ein eroberungskrieg im mai
1790 haben die franzosen jegliche art von eroberungskrieg abgeschworen es handelt
sich vielmehr um eine volks befreiungskrieg es geht darum die menschen vom
joch ihrer prinzen und könige zu befreien und europa progressiv zu
republik amüsieren den vormarsch der französischen truppen begrüßt Hölderlin  mit euphorie er schreibt an seine schwester
bete für die franzosen die verfechter der menschlichen rechte zu
diesem zeitpunkt ist Friedrich Hölderlin  22 jahre alt seit vier jahren bereits lebt er
als theologiestudent im evangelischen stift in der schwäbischen universitätsstadt Tübingen das
studium im stift ist das höchste was man in württemberg erreichen kann wer
hier studiert gehört zur geistigen elite das stift untersteht direkt dem landesbahn auch sonst
ist der druck gewaltig neben theologie studiert Hölderlin  philosophie und philologie er ist fasziniert
vom altgriechischen land hebräisch und französisch unterrichtssprache
ist wird ein die
studenten erwerben tiefe kenntnisse der antike obwohl zensur im land allgegenwärtig
ist lesen sie auch republikanisch gesinnte philosophen die haben büros contra sozial gelesen
liebe partout ihre tolle serie der mensch ist frei geboren und überall legte in
ketten das
war in den köpfen zeitweise teils Friedrich Hölderlin  eine stube mit zwei studenten die deutsche
geistesgeschichte schreiben werden den philosophen hegel und celli ein unglaublicher glücksfall dass
diese hochbegabten dort zusammen gewürfelt wurden das schicksal dort herausgerissen aus den
familien nun in einer drei mann bude die zügig war wahrscheinlich die ratten über
die beiden liefen zusammen leben zu müssen dann aber auch eine ungeheure
geistige freiheit zu genießen im austausch wenn ein wiedersehen auf einen hebel
trifft ein hebel auf einen hühner legen dann kapieren die wen sie vor sich
haben was
da gedacht werden kann was die drei studenten verbindet ist das bewusstsein
in einem moment zu leben indem eine neue gesellschaftliche zukunft plötzlich möglich erscheint
das denken dass ich ein fühlen das war hochgradig trainiert und wurde nun vielleicht zum
ersten mal auf diese neue zeit in ihre umbrüche angenommen gemeinsam
formulieren regel schelling und Hölderlin  vielleicht schon hier die gedanken für das älteste system
programm des deutschen idealismus bis heute gilt es als einer der schlüssel texte
der deutschen philosophie
geschichte erhalten
ist es als fragment in der handschrift hegels in erste idee ist natürlich die
vorstellung von mir selbst als einen absolut freien wesen sie möchten ja eine bessere
menschheit sie lieben und leben sozusagen für eine bessere menschheit jeder staat muss
freie menschen als mechanisches räderwerk behandeln und das soll er
nicht also soll er aufhören das ist natürlich ein sehr radikaler gedanke denn
es geht wie man ja sieht in diesem alter so genannten ältesten
systemprogramme darum dass die freiheit realisiert werden muss und das was in dieser zeit
start genannt wird das wird damit identifiziert dass es das genaue gegenteil
ist nämlich mechanismus und aus diesem grunde soll der staat aufhören gefordert
wird die abschaffung jeglicher herrschaft keine macht für niemand das ist
die vision Hölderlin
 verkehrt vermutlich in
radikal revolutionären
studentenkreisen
kaum vorstellbar dass er nach seinem examen dem landesherrn in einer schwäbischen
ortschaft als pfarrer er wird seinen eigenen weg gehen obwohl noch
nicht weiß und nicht wissen kann wo dieser weg hinführt es ist der weg der dichtung
ist hoch individuelle es gibt keinen vorgezeichneten anders als bei pfarrer
professor werden
er hat talent das bestätigen ihm auch erste erfolge bereits
in seiner tübinger zeit werden gedichte gedruckt und erregen ungewöhnlicher
aufmerksamkeit hymne an die natur an die unsterblichkeit an die menschheit
und die frei dann
am süßen heißeren ziele in der ernte großer tag beginnt endet die tyrannen
stühle und iranern knechte mode sind die tübinger hängenlassen euphorischen und
revolutionären pathos erkennen und Hölderlin  ehrgeiz sich in der welt als dichter zu
behaupten und die zukunft entscheidend mitzubestimmen Hölderlin  hat dichtung wirklich als eine art dienst
an der gesellschaft verstanden diese ideen diese keime diese veränderung
den durch die französische revolution in die welt in die gesellschaft gekommen sind zu
befördern und zu verbreiten und das ist natürlich schon ein gewaltiger anspruch den
er hat mit der dichtung die menschen zu verändern und damit beginnen die schwierigkeiten
ich denn von jetzt ab ist es ist die frage ja nie wie wie soll man
existieren er
bezahlt einem das im alter von 23 jahren verlässt will dell in seine schwäbische
heimat sein
studium der theologie hat er abgeschlossen eigentlich ist er vertraglich
verpflichtet sich nun auf das pfarramt vorzubereiten eine einzige möglichkeit gibt es
dem zu entgehen eine
stelle als aus ihrer die findet Hölderlin  in waltershausen an der bayerisch
thüringischen grenze keine adligen familie mit hohen ansprüchen dritter an
seiner aufgabe heran er soll fritz von kalb erziehen den schwierigen
sohn des hauses er
ist ganz gewiss mit viel theorie da reingegangen und ich denke mal er hat alles
hinein gelegt um diesen zyklen sozusagen zu einem erster bürger des von ihm
ausgedachten idealen staates zu machen es war in der zeit überhaupt eben von rousseau
ausgehend großes ideal menschen zu erziehen überhaupt war der gedanke da das menschen
erzieher sind und zum hören gehoben werden können ganze nationen erzogen
werden können so hoch fliegen seine ideale sind so schnell führt die aufgabe
den ehrgeizigen hauslehrer an seine grenzen praktische probleme waren das
fritz onanierte und das war ein riesen problem auch für heute liegen und moralisches
problem dass er es nicht schaffte ihnen das abzugewöhnen und daran
schließlich ist die ganze erste hofmeister stelle von Hölderlin  gescheitert Hölderlin  lebt mondän auf dem schloss aber abgeschieden
er zeit zu schreiben
er arbeitet entwürfe zu einem ersten roman und er verzehrt sich nach der möglichkeit
sich vor den anerkannten raten zu beweisen die zu dieser zeit im nahen
jener leben warum
muss sich so an sein und so viel interesse haben um den reichtum eines geistes
ich werde nie glücklich sein in dessen ich muss wollen und ich will ich will zu
einer mann werden würdigen sie nicht zuweilen eines aufmerksamen blick mit
diesen worten wendet er sich an Friedrich scheerer seinem großen idol der
herausgeber der huren der wichtigsten literaturzeitschrift in deutschland
china war für ihn und nicht nur für ihn dass große paraden waren weil
schüler nämlich im grunde durch sein dasein ermutigt hat den weg eines dichters
zu gehen schüler war der schwabe der im russland was wurde eine europäische
größe bald welche literatur dessen modelle beruflich zu existieren verhüllen
das nächstliegende waren schiller traut dem zehn jahre jüngeren
schwäbischen landsmann einiges zu wie er in einem brief an den verleger cotta schreibt Berlin
hat einen kleinen roman imperium er hat recht viel genial isches und ich hoffe
auch noch einigen einfluss darauf zu haben an talent fällt es ihm nicht einmal in der
literarischen welt etwas rechtes zu werden man möchte nur hinzufügen wenn er auf mich Friedrich
schiller hört und sich von mir prägen lässt hersteller welcher den an
den rohren mitarbeiten lassen im kleine übersetzungs aufgaben gegeben seine
sachen gelesenen Hölderlin  hat nicht nur
briefe geschrieben sondern auch seine texte ein schüler geschickt im
januar 1795 bricht Hölderlin  seine tätigkeit als hauslehrer auch ihn zieht es nach
jena in thüringen der kleinen universitätsstadt mit dem großen ruf jena in
der zeit vor und um 1800 war wirklich der ort des intellektuellen deutschlands
eine jener universität durfte kann tische philosophie geleert werden
dort waren revolutionär wirksame philosophen wie fichte dann auch geradezu
allerdings zeit in der lehre tätig es waren alle dort die er treffen wollte
goethe schiller herder schelling hegel und Hölderlin  hat er jetzt das erste mal die chance sich vor
diesen männern
geistig zu beweisen im gegensatz zu den anderen deutschen
fürstentümern herrscht in der universitätsstadt ein liberaler geist in jena
kommen die progressivsten köpfe deutschlands zusammen das waren 1 labor von neuen
möglichkeiten eine kaderschmiede eine denkschmiede in der auch einhält und ihn mit
seinem ganz speziellen welt zugang ja sich zu recht etwas erhofft hat dort war
vieles im entstehen einer der zentralen treffpunkte an denen über
eine neue zukunft nachgedacht wird ist das haus Friedrich schillers durch ihn findet Hölderlin  zugang zu den prominentesten denkern seiner zeit eigentlich
jeder der zu der zeit in jena war musste irgendwie sehen dass goethe in
varna entsprechend war natürlich der erste moment des kennenlernens mit goethe
bedeutend für mich immer eine episode die mir so nah ging war wie Hölderlin  den schiller besucht und da ist sie sind herr
dann kann es im hintergrund
und mit ihm verabschiedet sich dann und geht und erst hinterher wird
ihm zugetragen war übrigens dieser herr da im hintergrund war das war goethe
und stehen sozusagen nachträglich das herz in die hose er merkt gottes willen er hat den
großen goethe übersehen der umgang mit dem großen geistern schüchtert ihn
ein andererseits
erlebt Hölderlin
 in den jenaer kreisen diskussion
den aufs höchste
erregen fieberhaft verfolgt man die entwicklungen in paris wo sich die stimmen
grundlegend an und ein mangel solche fehler von longines in deutschland hatten sie vom ende des
alten regimes in ihrem eigenen land geträumt vom erblühen einer gesellschaft in der
die menschenrechte gelten politisches freiheit herrscht gleichheit vor dem
gesetz sicherheit religionsfreiheit tolerant natürlich hat die terrorherrschaft das bild das
man sich von der französischen revolution gemacht hat grundlegend gewandelt ludwig
der sechzehnte ist hingerichtet worden gemässigtere revolutionäre werden als
konterrevolution er verfolgt seit der machtübernahme von robespierre herrscht
in frankreich blutiger terror die nachrichten aus paris schockieren die gelehrten
in jener zutiefst das offenkundige thema muss natürlich gewesen sein die
revolution und vor allem die art und weise wie man in deutschland
weiter verfahren soll wie man als dichter und denker sich positionieren
kann und wie man die politische sache befördern kann in
jener befreundet sich in Berlin mit dem schottisch stämmigen adligen isaac von
sinclair ein 20 jähriger jurastudent und politischer aktivist der auch im untergrund
agiert über sinclair kommt Hölderlin  vermutlich mit den politisch radikalen
studentenkreisen in kontakt die trotz der blutigen willkür in paris an den
zielen der revolution festtag abschaffung der fürstentümer die gründung einer
demokratischen vereinten deutschen republik sinclair hatte verhindern ihn
faszinieren tiefere einblicke da waren diplomat zugleich aber auch
ein subversiver
mann der in für diplomaten eher unzugänglichen kreisen unterwegs waren
studenten neben der sich in kleinen revolutionären zuging getunnelt hat der
ein regelrechtes doppelleben führen im mai 1795 gehen die studenten in jena auf die
barrikaden noch
bevor die unruhen endgültig niedergeschlagen sind flüchtet sinclair aus der
stadt polizeilich von einer tumult kommission gesucht wenige wochen später
verlässt auch Hölderlin
 völlig unerwartet jener die
motive seiner flucht
sind bis heute ungeklärt es ist doch sehr stark zu vermuten dass durch
diese assoziation mit den anderen wirklich dezidiert politisch aktiven freundin die
er hatte eben einfach die gefahr zu groß war dass man ihn gleichsam mit
sippenhaft nimmt dass man auch vermute zu recht oder zu unrecht leben dass
er politisch aktiv war und bestraft werden muss bei schiller löst die überstürzte
abreise unverständnis aus zumal Hölderlin  erst kurz zuvor die zusage für den druck
seines ersten romans erhält er bislang nur im fragment vorliegt Friedrich
Hölderlin  muss seinen eigenen weg finden und der
muss geld verdienen so tritt er im januar 1796 seine zweite haus lehrerstellen
in frankfurt diesmal im haus eines papiers der wechsel aus jena könnte
da glaube ich nicht größer sein aus diese neben literarischen revolutionären
umfeld nun nach frankfurt das eben damals schon so eine art eben finanz
stadt gewesen ist es fällt hinter leben nicht leicht sich in dieser welt des
gerade entstehenden finanz bürgertums zu recht zu finden indem
ökonomisches wachstum das höchste lebensziel ist und allein der profit zählt die
börsenspekulation und eben das bankenwesen man läuft wirklich nicht viel
wenn man das eben beginn des kapitalismus wenn man es als als in unserer
zeit versteht er arbeitet für den einflussreichen bankier jakob konnte dessen
haus zählt zu den prominentesten adressen der stadt es gleicht einem palast im hause
der familie contra war ein domestic also war ein hausangestellter und das war
immer ein problem für ihn weil er sich geistig durchaus dem hausherren überlegen
fühlte aber das nicht zeigen durfte wie tief seine verachtung ging lässt sich
einem brief an die schwester entnehmen könnte ich doch auch nur recht große augen
machen vor der herrlichkeit der welt ich wäre glücklicher und vielleicht ein ganz
erträglicher junger mensch so aber kann man mir nicht imponieren wenn man mir nicht durch
charakter imponiert und durch chemie in der gattin seines arbeitgebers begegnet Hölderlin  indes einer frau die ihm durch ihren geist beeindruckt
so setzt konnte hochgebildet charmant und von einer bezaubernden natürlichkeit wie Hölderlin  schreibt und unglücklich in ihrer
ehe sie
muss wunderschön gewesen sein das wird von allen beschriebenen die ehe begegnet
sind und eine strahlende erscheinung dieses allgemein bewundert worden und
dieses jahr 1800 herum gibt es glaube ich noch viel von der natürlich spontanität auch des
umgangs der geschlechter miteinander werden sich nach allen regeln der kunst wäre
sie viel zusammensaßen und auch zusammen musiziert haben die werden sich richtig
ineinander verlieben tagen im juli 1796 während der krieg bereits vier jahre
wieder einmal sind französische truppen auf dem vormarsch es kommt
zu brandschatzungen und plünderungen der stadt frankfurt droht die
belagerung jakob
kommentare ist gezwungen seinem haus lehrer die familie anzuvertrauen um sie vor
dem krieg in sicherheit zu bringen die flucht war tatsächlich ein großes glück im
unglück es hätte besser nicht kommen können für die beiden denn nun waren sie
den blicken des ehemanns oder überhaupt auch der frankfurter gesellschaft
entzogen auf
dem weg in das freie norddeutschland bleiben die flüchtenden in einem kurort im
westfälischen hin die kommenden wochen verbringen sie in bad driburg im hause eines
befreundeten atem am fuße des teutoburger waldes setzten sich Friedrich
Hölderlin  und suzette konter über das kriegsgeschehen
hinweg und sie setzten sich über standesgrenzen hinweg dieser sommer gehört ihnen
es ist eine ewige
fröhliche heilige freundschaft mit einem wesen das sich recht in dieses arme
geist und ordnungs lose jahrhundert von irrt hat mein schönheitssinn ist nun vor
störung sicher er orientiert sich an diesem motto am kopf man verstand geht in die
schule bei ihr und mein uneinig gemüt besänftigend erheitert sich täglich
in ihrem genügsamen frieden reset ist muse ist geliebte ist
gesprächspartnerin an ihrer seite gelingt es dem 26-jährigen nach jahrelangen
überarbeitungen den ersten band des imperial zu beenden imperion oder der eremit in
griechenland ist Hölderlin s einziges vollendetes episches werk eine verarbeitung
seiner persönlichen und politischen erfahrungen es fließt davor einigen kriterien
die große enttäuschung über die französische revolution ein läuferisch ist der
held des romans ferien in den kampf gezogen er seinem volk die freiheit bringen sollen doch
entsetzt wendet sich ferien vom krieg ab und von seiner geliebten und
lehrerin diotima den auftrag zu erhalten nach seiner wahren bestimmung zu suchen in der
figur der diotima spiegelt sich suzette gunter die sommerferien wird von diotima
veranlasst lehrer seines volkes zu werden erzieher seines volkes zu werden
und das ist das was allerdings eigenes selbstverständnis ist diese briefe
aus denen der romand dann in der letztendlichen fassung besteht sind ein selbstgespräch
der versucht selber eben ein schreiben dieses romans sich klarheit zu verschaffen über seine
philosophischen und literarischen positionen von nun an will Hölderlin  wie der hypo real seines romans als dichter
auf sein volk
einwirken und mit seinen versen das gedächtnis an die ursprünglichen ziele der
revolution waren die wiederherstellung einer freien und natürlichen lebenswelt einer
lebendigen einheit zwischen mensch und natur eines zu sein mit anders lebt in
seliger selbstvergessenheit wiederzukehren ins all der natur das ist der gipfel
der gedanken und
freuden das ist die heilige bergeshöhe der ort der ewigen ruhe wurde
mittags eine
schwüle und der donner seine stimme verliert und das kochende mehr der woge des
contest läuft jeder
der diese wogende großer die eigentlich aber lyrik ist mal gelesen hat
oder gar laut gelesen hat ist ja davon irgendwie gefangen diese liebe in der welt die umfängt
ein jahr geradezu wenn man es nicht ich bin überzeugt dass das naturerleben Hölderlin s
der innerste kern seines imperiums seiner schöpferkraft seiner
künstlerischen persönlichkeit dass er auf eine ganz besondere art des belebte der natur
empfinden kann er
hört und sieht wachsen die möglichkeiten des menschen die möglichkeiten der gesellschaft auch
die möglichkeiten der natur mit seinem hyperion stellt Hölderlin  die frage sehen die menschen nicht was sie verloren
haben dass sie sich eine welt erschaffen haben die sie von ihren natürlichen
ursprung entfremdet hat in seinem werk beschwörte dichter die lebendige
einheit von mensch und natur wie er sie in einer von göttern belebten welt der
griechen als selbstverständlich an nach fast drei monaten in bad driburg müssen Hölderlin  und suzette nach frankfurt zurück auf
ihre rückreise besuchen sie das gerade eröffnete fridericianum steingewordene
ausdruck der griechen begeisterung im ausgehenden 18 jahrhundert für Hölderlin  ist diese begegnung mit der griechischen götterwelt
eine bestätigung seiner philosophischen gedanken der ganzheitlichkeit wie er sie
gemeinsam mit vielleicht gelebt hat zugleich markiert der aufenthalt in kassel das
ende eines ungestörten sommers der liebe Hölderlin  und suzette sind wieder in frankfurt zurück im
haus des ehemanns fast zwei jahre können sie ihre liebe verheimlichen im
september 1798 kommt es zum skandal sollte die musste frankfurt in einem eklat
verlassen der mann vom set konnte hatte dann doch wind bekommen von dieser
beziehung zwischen den beiden und sie selbst musste die kündigung aussprechen was
natürlich für ihn in eine große demütigung war dass die liebe zu hause sind
konter von anfang an zum scheitern verurteilt war das muss in Berlin nun aufs schmerzhafteste bewusst geworden
sein dieser
rauswurf ist sicherlich ein ganz entscheidender einschnitt und nicht weniger
als eine katastrophe verhüllte den gewesen das gefühl von ohnmacht muss den vertriebenen
beherrscht haben und eine kalte wut auf diese welt des profitstrebens im
zweiten band seines imperion stellt will Berlin alles infrage was in seiner
epoche als fortschritt
verstanden seine anklage wird besonders bissig als imperion unter die deutschen führt ich
kann kein volk mir denken dass zerrissener wäre für die deutschen handwerker
siehst du aber keine menschen denke aber keine menschen priest aber keine
menschen herren und knechte junge und gesetzte leute aber keine menschen ist ja
bekannt dass es sehr zornig sein konnte sehr wütend sein konnte ja das hat ja
da in dem fall ausgetobt waren von alters her durch fleiß und wissenschaft
und selbst durch religion barbarischer geworden tief unfähig jedes göttlichen
gefühls was
wirft er den deutschen vor dass sie genau das gegenteil von dem sind was er mit
seiner poesie mitte mit dieser idee der ganzheitlichkeit entwickeln sind und den
deutschen hält davor dass sie einzelne sind dass sie kein gespür haben sozusagen
für das miteinander und für die gemeinschaft also genau das gegenteil eigentlich realisieren
und repräsentieren von dem was für ihn der mensch die menschheit ist die werden soll und da
ist er sehr rigoros mit den eigenen landsleuten das ist eine harte schelte in der
deutschen kälte prangert Hölderlin  die kommerzialisierung der lebenswelt an wie sie sich an der
schwelle zum neunzehnten jahrhundert bereits abzeichnet er ist einer der ersten
dichter der in solcher schafe zivilisationskritik übt als hätte er
industrialisierung finanzkapitalismus und die folgen vorausgesehen nach seiner vertreibung aus
frankfurt sucht Hölderlin
 zuflucht in bad homburg drei
stunden gehzeit von frankfurt entfernt er findet aufnahme bei seinem freund
isaac von sinclair der am hofe als diplomat tätig ist über zwei jahre versucht Hölderlin  die beziehung zu setzt aufrecht zu erhalten heimlich
und unter kraftzehrenden umständen tauschen die beiden briefe zeugnisse
einer tiefen und tief verzweifelten beziehung zweier menschen die
sich brauchen und nicht zueinander kommen bei einem ihrer letzten heimlichen treffen
vermutlich im herbst 1799 überreicht Hölderlin  suzette den zweiten band des imperialen sehen
mit der widmung
nehmen sonst ins ziel die zentrale tragödie in diesem leben war
liebestragödie liebe zu einer frau der nie hätte zusammenleben können der liebende Hölderlin  hat sich nie wieder davon und sieben
jahre wird nun bereits der krieg unterbrochen von ergebnislosen friedensverhandlungen
längst marschieren die französischen truppen nicht mehr um die werte von freiheit
gleichheit und brüderlichkeit zu verbreiten es ist mein eroberungskrieg in dem es darum ging
die eroberten länder finanziell auszubeuten zusammen mit seinem freund sinclair
hatte höll Berlin
einen kongress in raststatt besucht wo die konditionen der abtretung der
besetzten linksrheinischen gebiete an frankreich verhandelt wurden
spätestens zu diesem zeitpunkt muss Hölderlin  begreifen dass die franzosen nicht die
republikaner unterstützen sondern die deutschen fürsten im november 1799 bringt ein
staatsstreich napoleon an die macht er wird erster konsul eine art von diktator wie Hölderlin  nun realisiert er wohl endgültig
dass die franzosen die freiheitsbestrebungen in seiner heimat scheitern lassen zu
anfang erscheint das konsulat noch als eine neue form der französischen republik
aber die neue verfassung des konsulats beendet das revolutionäre abenteuer in dem moment
in dem er aus einem konsul ein konsum auf lebenszeit wird ist es
offensichtlich dass es mit demokratischen prinzipien und politischer
freiheit vorbei erst am 15 dezember 1799 erklärt napoleon die revolution
offiziell für beendet napoleons handeln das offizielle einstellende
enden der revolution ist für ihn sicherlich ein fanal gewesen ein
politisch euphorisch
hatte Hölderlin  in seiner jugend den aufbruch der menschheit
in eine
neue zukunft gefeiert und jetzt nach dem ende der revolution wie wird er sich
orientieren wozu dichter in dürftiger zeit wohin denn ich es leben die sterblichen
von lohn und arbeit wechselnd in mühl und ruhe ist alles freudig warum schläft denn immer
nur mir in der brust der stachel warum schläft denn niemand nur mir in der
brust der stachel es ist genau die zeit in der hölle liegen darüber nachdenkt
dass seine dichtung
lebendiger werden muss er will realistischer werden er will die abgründigkeit
des menschen verstehen auch wenn es ihm noch so weh tut und auch wenn er sich der zerstörung
aussetzt von der spricht er war eine offenkundig ein hochsensibler und gefährdete
mensch deswegen hat er sich davor versucht zu schützen aber er hat gesehen er
selber und seine
dichtung werden nur wahrer und lebendiger das ist seine ganze rede
wenn er
sich dem aussetzt flucht nach vorn im januar 1801 bricht wälterlin auf um seine
dritte hauslehrer stelle anzutreten diesmal außerhalb der deutschen grenzen in der
schweiz wie so oft reist er zu fuß eine wanderung von drei tagen sein ziel ist der ort hauptwil im
kanton thurgau hier
findet er gute arbeitsbedingungen und die zeit zu schreiben und weiter über
ein neues dichtungs konzept nachzudenken in seiner jugend hatte er vor allem höhen
verfasst nun sucht Hölderlin  nach dichterischen form dem meer ermöglichen sein
eigenes lebensgefühl zum ausdruck zu bringen göttliches feuer auch treiben bei tag und bei
nacht aufzubrechen so kommen dass wir das offene schauen dass ein eigenes wir
suchen das ein eigenes versuchen soweit es auch ist göttliches feuer
auch treiben bei tag und bei nacht aufzubrechen so kommen dass wir das offene
schauen dass ein eigenes wir suchen soweit es auch ist es muss diesen prozess
der öffnung geben das heißt ja diese texte sozusagen keine bilanzen keine
schlussstrich und irgendein geschehen wo sie bleiben offen kommen ins
offene freund überhaupt die idee der öffnung bei ihm das öffnet sich alles die
landschaft ist nichts beschlossen dass sie öffnet sich der himmel ist bei ihm
noch offen alles ist offen das leben ist offen nach nur drei monaten in der
schweiz bericht will Berlin im frühjahr 1801 überraschend seinen aufenthalt ab
und tritt den rückweg nach deutschland an in euphorischer stimmung er hofft seine neuesten
dichtungen einem verleger vorzustellen aber es ist nicht nur das in
deutschland herrscht
nach fast zehn jahren krieg endlich frieden leicht atmen die lüfte verkünden euch schon ich
könnte das auch schon getan und der boden der von wetter euch dröhnen doch hoffnung
gerötete wangen und vor der türe des hauses sitzt mutter und kind muss
schaut den frieden das gedicht friedens feier eine der späten
holderied als dichter muss er nun in der heimat sein denn das ende des krieges
bietet die lang ersehnte chance dass ich in deutschland doch noch eine freie eine
bessere gesellschaft entwickeln kann er besingt den frieden das system sozusagen
wieder etwas heiliges ist auch das kostbarste was es gibt der menschheit
frieden und eher selten seltener in stabiler zustand aber wo er dann
sich kurz zeigt dann muss er gefeiert werden das ist wichtig das begreift
sofort weil nur nur im frieden kann gesellschaft gedeihen und überhaupt alles
erlebt diesen moment für sich so auf vielleicht auch weil er hofft dass der
menschen vielleicht begreifen jetzt beginnt ein neues zeitalter ich glaube an eine künftige
revolution der gesinnungen vorstellungs arten die alles bisherige scham rot machen
wird und dazu kann deutschland vielleicht sehr viel beitragen Hölderlin  die deutschland als den idealen nährboden für
eine tiefgreifende gesellschaftliche umkehr für einen grundlegenden
politischen gesinnung bringen nicht rückstellen umsturz wie in
frankreich sondern durch kontinuierliche bildung eines besseren menschen im zeit gegeben
werden muss zur freiheit zu reifen sie schritt für schritt zu ändern sich auf eine
reform auf eine evolution einzulassen das ist ein langer weg und ich glaube
da hatten
Hölderlin  aber auch hedl schon ein sehr tiefes
bewusstsein davon wie der mensch sich als ganzes ändern muss wissen der
friede braucht noch lange der echte und wahre friede aber wir müssen beginnen
und jetzt beginnen wir viel hat von morgen an seit ein gespräch wir sind und
hören voneinander erfahren der mensch bald sind wir aber gesehen Hölderlin  vollzieht eine politische neubestimmung in
seinen versen und gesängen bezieht er sich nun verstärkt auf das eigene
vaterland und die eigene historische gegenwart was bleibt ist ein
dringender zukunftsweisender
tor viel
hat von morgen an seit ein gespräch wir sind und hören voneinander erfahren der
mensch bald sind
wir aber gesang das ist wieder die idee der der alten griechen licht dass sprache zum
hymnus zum gesang wird die ersten auch philosophischen texte die wir kämen sind zum teil
gesänge in diesem ursprünglichen zustand der sprache der villa immerhin Berlin
löst sich immer mehr
von den üblichen facebook experimentiert mit einem freigesetzten metrum
er lotet die grenzen zwischen sprache und musik aus und entwickelt sein
unverkennbaren stil also wendet es sich das echo mit diesen dann
ist die zeit es
eröffnet sich das
mag er
hat sehr hart und sehr viel an dem rhythmus gearbeitet das spürt man auch in sehr
vielen seiner gedichte wie rhythmisiert wie sprachlich lebendig und musikalisch
diese sprache ist er heute nicht den vorgeformten reim schämen folgen
sondern er wollte ein lebendiges dichten ein lebendigen atem ein
enormer schaffen zu Hölderlin  schreibt von nun an die gedichte die vor allem
seinen nachruhm ausmachen
werden er
hat wirklich auch radikal das möglich gemacht was durch sprache damals fast nicht
möglich war weil man immer als dichter daran denken musste was darf ein gedicht
was keine ein gedicht ist das noch ein gedicht er probiert sie alle aus die
strophen formen das ist vor allen dingen den damaligen klassikern sehr weit
gegangen so seine eigenwillige satzstellung er die worte ungewöhnlich dass sie
findet nur verwirrt hat und da wird es dann zum grenzfall das haben dann auch die
zeitgenossen nicht
mehr verstanden so
radikal anders diese gedichte selbst aus heutiger perspektive noch sind soweit
entziehen sie sich den konventionen seiner zeit damit isoliert sich Hölderlin  vom literaturbetrieb der von den dichterfürsten
in weimar dominiert
wird und ohne den zuspruch von schiller und goethe ist es schwer ein verleger
zu finden erfolg
und anerkennung hat Hölderlin  nicht nützen doch er wird seinen eigenen weg
gehen radikaler denn je er will eine neue gangart als mohr bringen die zukünftige
generationen erreichen soll darin sieht er seine bestimmung im
april 1801 ist er wieder in nötig er ist 31 jahre alt spätestens zu diesem zeitpunkt muss
er sich eingestehen dass es sehr hart ist seine existenz als freie dichter zu bestreiten
seine freunde aus der studentenzeit haben sich längst eine bürgerliche
existenz aufgebaut der ist eben nicht zum dozenten die schelling und
hegel geworden ist nicht um dich der star geworden nach manche sind seiner
jugend eigentlich
aussah darum zieht sich ja auch zieht sich ja auch wirklich so etwas
wie eine eine dauerhafte enttäuschung natürlich auch durch die zweite
lebenshälfte zusätzlich kommt aber hierbei hinterlegen dieses element von sich selbst dabei
irgendwie fremd werden also das gefühl auch zu haben und das benennt daher
auch in die welt nicht mehr rein zu passen den anschluss zu verlieren zu seinen
freunden zu seiner familie auch zu seiner zeit es ist ja nichts in den
bürgerlichen sinne gelungen keine familiengründung keine bindung zu einer frau die
lebensträume waren waren alle zugrunde gegangen er wird isoliert und isoliert sich selbst
finanziell ist er wieder von der mutter abhängig wie kaum versteht warum er in
seiner beruflichen situation kein fahrrad übernehmen wie verzweifelt muss er sein
und doch wurde
sein weg als dichter kompromisslos weiter verfolgen ich bin jetzt voll des abschieds ich
habe lange nicht geweint aber es hat mich bittere tränen gekostet da ich mich entschloss
mein vaterland noch jetzt zu verlassen vielleicht auch immer denn was habe ich liebe es
auf der welt aber sie können mich nicht brauchen wieder tritt Hölderlin  die flucht nach vorne an diesmal setzte er alles auf eine
neue existenz in frankreich wieder eine neue haus lehrerstellen im
winter 1801 1802 überquert er die höhen der auvergne wie immer euphorisiert
durch das versprechen auf einen neuanfang darum so handeln nur wehrlos fort das leben und
fürchte nichts oder was könnte denn dich beleidigen herz was da begegnen wohin
du sollst natur
kann auch bedrohlich sein kann gefährden der dichter sucht das existenzielle abenteuer
nicht nur ein alleingang ein grenzgang er setzt sich dem bewusst aus ich vermute
stark dass es ein selbstexperiment war aber in grenzen der eigenen person und ihrer
möglichkeiten vielleicht sogar ein verzweiflungsakt also solche vorstellungen dass er
auch durch dunkle täler gehen muss und irgendwann dann aber doch noch in den strahlenden
sonnenschein kommt ich denke die hat Hölderlin  gehabt und die hat er weiterhin mit seiner
rolle als dichter rauch verbunden ende januar 1802 erreicht Hölderlin  sein ziel bordeaux in der region dir und ausgerechnet die
gegend die in der zeit der terrorherrschaft am schlimmsten betroffen war
vor allem die ranglisten waren als konterrevolutionäre verfolgt worden das
schicksal dieser männer macht mich oft bitter hatte Hölderlin  damals an einen freund geschrieben er sieht was die revolution
eingerichtet hat gegen menschen die nicht auf ihrer seite waren also man hat sozusagen
ein massaker an der eigenen bevölkerung begangen das hat sich wildungen nicht entzogen auch
wenn das nicht in aller klarheit ausspricht aber in bordeaux sieht Hölderlin  mehr als das dunkle der revolution er ist
gerade zwei monate in der stadt als der große frieden zwischen frankreich
und england geschlossen wird der auch die englischen seeblockade der französischen
häfen beendet in bordeaux öffnet sich Hölderlin  eine über den handel verbundene international
effekt er
sei an den ufern wohl ein sehr geschäftiges handels treiben schiffe wurden
wie und entladen eine vielfarbige menschenmenge neugierige gaffer flaneure und
dann natürlich das einfache volk die hafenarbeiter träger die musical und weinfässer
entladen sein
arbeitgeber ist der weinhändler und hamburger konsul daniel christoph meyer logiert
am plastik ironie in bester lage Hölderlin  scheinen die neue stelle und die
neue stadt zu gefallen er war gut aufgehoben fühlte sich in der französischen
sprache bewegen vielleicht war das für ihn auch mal schön und dann in die
nähe des meeres in
seinem gedicht andenken findet sich eine heiter wehmütige erinnerung an diese
zeit und an eine landschaft die Hölderlin  tief beeindruckt haben muss dorte
der luftigen spitz und trauben werden wo herab die dort kommt und zusammen
der prächtigen mehr breit aus geht der strom es ist erstaunlich eigentlich das
gedicht dadurch dass wir nicht viel wissen über seine zeit in bordeaux sind wir auf
so ein text angewiesen und der ist so ganz licht und versöhnlich und das
wundert eigentlich weil man denkt müsse doch in der situation wo er
so zerrissen war müsse er doch eigentlich da vielleicht keine gute zeit
gehabt haben dort
an der luft den schweizer bergen wo er ab die dordogne kommt die tortur zusammen
mit der prächtigen garonne mehr breit aus geht der strom er beschwört die nordost wind ist
beschreibt den zusammenfluss von garantieren und in mündung evoziert den mythos
atlantik der zweifellos besonders die briten hat träumen lassen die hymne andenken öffnet sich über
den strom hinaus in den atlantik hinaus in die welt die fremde ist Hölderlin  so unverzichtbar wie das heimatlich vertraut denkt
über diesen kontinent hinaus das hat viel mit diesem zeitalter zu tun und dem die
community endgültig erkundet werden und nachricht herein kommen von den
äußersten enden südamerikas und asiens insofern hat er vermutlich schon idee
würden heute sorgen der globalisierung höheren denn das fremde heilig
und das heilige ist wiederum dass unbekannte das wir aber kennen sollten die
fans zugänglich machen sollten ein allzu enges vaterland ist gefährlich sagte
auch eine einigungsstelle und diese ausweitung des horizonts hat auch mehr
politischen zeit erfahrung zu tun das ist universal den gibt wie die menschenrechte
zum beispiel und etwas weltgeschichte ist also die ganze menschheit betrifft unberührt ist
ja alle aufeinander angewiesen wir jetzt erst recht erfahren durch die wirtschaft wir sind
jetzt eine enkel die globalisierte menschheit und keiner sich auf dem
rücken der anderen auch ausruhen darf dieser humanismus der der blitz bei ihm
schon überall auf es nimmt aber und gebt gedächtnis diese und die lieb auch heftet fleißig
die augen was bleibet aber stiften die dichter der stachel nach nur vier monaten verlässt Hölderlin  das haus des konsuls über die gründe seiner rückreise
kann die nachwelt nur rätseln es mag zu differenzen mit seinem arbeitgeber
gekommen sein er
mag erfahren haben dass seine einstige geliebte suzette contra in frankfurt
schwer krank ist womöglich im sterben liegt gesichert ist am 10 mai 1802 lässt Hölderlin  sich einen pass von bordeaux nach
straßburg ausstellen wieder ist er über weite strecken zu fuß unterwegs ich
glaube da sind ihm langsam aber sicher das bewusstsein aufgefallen ist dass er
auf seine strecke kommt und da so das wusste oder ahnte und frankreich der
höhepunkt dieser entwicklung war dass er sich die konsequenz diesen weg zu
gehen aber abverlangt hat dass er zugleich aber noch mal einen neuen auftrag
gehört hat das letzte stadium seiner technischen arbeiten gehe jetzt
nicht auszureichen auch nicht mehr zu fragen wo wir überhaupt fast zu ende bringt
noch die letzte radikalität es war ja immer so protestantisch radikal dieses
manische wandern dann umherlaufen kennt man ja als vorgeschichte oft der psychologe
tja dann dem sogenannten ausbruch vor aus bordeaux paris straßburg es ist belegt das Hölderlin  am 17 juni 1802 die rheinbrücke bei kehl überquert nach noch
einmal zwei wochen ist er zurück in seiner heimat in angeblich so
verwahrlosten und verwirrtem zustand dass freunde ihn kaum wieder erkennen wir
haben schockierende zeugnisse das Hölderlin  völlig abgerissen nervös geängstigt verträgt wieder in
deutschland ankam fast unfahrbar war aggressiv kehrt dann komplett es veränderte
wieder ins elternhaus zurück dann ist nicht mehr derselbe wohl im juli erreicht in die
nachricht vom tod suzette contras Hölderlin  zieht sich zurück schließt sich ein wochen-
monate- spricht kaum mit jemandem seine verfassung muss erschreckend
gewesen sein aber
er schreibt die
arbeit wird von der mutter auch gegenüber anderen so geschrieben dass er viele
nächte auf mit der überarbeitung seiner großen werke gedichte gesängen zugebracht hat
und sich gar nicht geschont hat das war erfolgreiches arbeiten also die revolution ist
gescheiterte liebe ist gescheitert die hof lehrerstellen sind rein
praktisch gescheitert er ist der relativ allein halt was keiner daraus machen und
daraus entwickelt sich tatsächlich eine wirklich neue poetische
konzeption wie
in allen seinen krisen spiegelt sich Hölderlin s seelischer zustand literarisch in seinem werk setzen
sich zunehmend begriffe wie einsam kalt klanglos sprachlos und eisern durch es ist genau
die zeit in der es plötzlich kühl wird um ihn bemerkt quasi in allem und den
umschwung auch gleichsam in der natur die kälte bricht ein das klärt bezieht auf
einmal bilanz hälfte
des lebens ist ganz konkret gemeint nicht wenn ihr wo nämlich wenn es
winter ist die blumen und wo den sonnenschein und schatten der erde hälfte
des lebens ist eines von neun gedichten die Hölderlin  selbst als nacht gesänge bezeichnet er schreibt es
wohl im jahre 1803 im alter von 33 jahren man hatte damals glaube ich die vorstellung 33
ist etwa die hälfte ring man ist so hoch geklettert und von jetzt ab wird
man endlos in die tiefe stürzen das ist atemberaubend wie er selber sozusagen
sein schicksal wahrnimmt und dann auch schon vorwegnimmt das kommende ein sehr
privater text auch quasi für sein leben in denen ich ein prophetischer text
das ist entstanden in der hälfte seines lebens und danach kam die
zweite hälfte im turnier wo nämlich wenn es winter ist die blumen den sonnenschein im
schatten der erde die mauern stehen sprachlos und kalt in weende klären die fahnen dieses
gedicht ist eines wo er noch einmal geschafft hat alle kräfte zusammen
zu nehmen und einen text zu schreiben der einerseits schon völlig modernes
erst frei rhythmisch und er ist aber noch sind taktisch intakt und danach
bricht es auseinander weder isaac von sinclair am 19 juni 1804 holt der
freund Hölderlin
 in nürtingen ab er verschafft
ihm eine gut dotierte stelle als bibliothekar im schloss zu bad homburg Hölderlin s
seelisch desolate zustand sollte sich nicht verbessern aber in bad homburg
einer ohne finanziellen druck schriftstellerisch ab er hat glaube ich in
hamburg eine welt über sich gemacht was ich bisher geschrieben habe was ich noch
tun sollte klingt so ein bisschen wie eine selbst bilanz ich glaube wirklich dass er
noch einmal sehen wollte wer bisher war und was er vielleicht noch leisten können es ist
eine sammlung handschriftlicher gedichte von entwürfen und fragmenten das
homburger folio heft 23 beidseitig beschriebene doppelpack es gewährt einen konkreten einblick
in das schaffen des dichters während dieser jahre nur wenige gedichte im heft sind abgeschlossen
darunter die hymne hat muss da ist und schwer zu fassen der gott wo aber
gefahr ist wächst das rettende auch im finstern wohnen die adler und
furchtlos gehen die söhne der alpen über den abgrund weg auf leicht gebauten
brücken meine
these zu dieser ungeheuerlichen phase ab 1802 wo sich das denn schreiben verändert
wo er in einer völlig neuen form und exaltierten und und eben atmenden
form zu dichten zu schreiben beginnt denke ich hängt zusammen mit mit einem
bewusstsein nicht mehr viel zeit zu haben dass der duktus ja auch immer kürzer
drängten verdichteter wird wie er die sprache bricht wir fragen ein baut seine
übergänge schafft eine ganz neue art von lesen auch vorbereitet es hat ja fast
noch mal 100 jahre gedauert bis diese dichtung als dichtung erkennbar war der
fels ist zweite gut das trockene zu trank das nasse aber zu speisen will einer
wohnen so sei es an treppen und wo ein häuslein hinab hängt am wasser halte dich
auf und was du hast ist atem zu holen wälder landschaft nie dagewesene suggestive
sprachbilder nimmt sich dabei die freiheit zu immer neuen entwürfen
überarbeitet werke der längst abgeliefert hat aus heutiger sicht ist das der
durchbruch zur moderne weil er eben einfach auch und damit ist der
emittent modernen sich zum fragment bekennt nicht mehr abschließen muss nicht mehr
abschließen will nicht mehr die korrekte geschlossene form herstellen will
sondern das zerbrochene auch stehen lassen kann ganz einfach weil eben
auch etwas zerbrochen ist in seiner wahrnehmung findlingen gleich des frühlings
einen rahmen grunde des heimes wiederkehrend fremde fittiche ausruhen in
einsamkeit und
ein palm tags stauten wohl luft mit sommervögel zusammen kommen die bienen und
deinen alpen von gott geteilt die echos fahren immer noch in seinem kopf es gab
es phasen wo er geradezu manisch dann schreibt alles in kurzer zeit niederschreiben
muss es muss raus weil schon wieder das nächste drängt das wollte er da also dass das war sein
ziel auch in so eine lebensform rein zu kommen also in diese ekstatischen besonderen
zustände beim beim dichten also der so eine art nüchternen rausch das heilig
nüchtern es
ist zu ehren ein heiliger wildnis und ein erneuter ein guter geist der wasser die das
heimatliche land mir ihrem im frühjahr 1805 verschlechtert sich sein
seelischer zustand dramatisch zudem kommt es zu einem verhör Berlin
zutiefst bedrohlichen ereignis in Berlin nimmt zusammen mit dem noch immer
republikanisch gesinnte isaac von zehn claire an einem konspirativen griffen teil bei
dem angeblich ein attentat auf den kurfürsten geplant wird das treffen wird
verraten sinclair
unter anklage auf hochverrat in den kerker geworfen Hölderlin  weiß auch er steht auf der liste der gesuchten
verschwörer sinclair verhaftet wurde hat die natürlich entsetzt er
wollte nicht dazugehören und keiner von denen sein die morgen vielleicht im gefängnis
lang und der ausruf ich will keinen jacobs sein spricht ja dafür dass er
angst hat vor politischen oder strafrechtlichen konsequenzen lautstark
soll Hölderlin  in den straßen bad homburg seiner
republikanischen
gesinnung abgeschworen haben der landgraf versucht den dichter zu schützen ein
wohlwollen des medizinisches
gutachten bestätigt dass sein wahnsinn in raserei übergegangen ist
dies verhindert weitere ermittlungen Hölderlin  entgeht einer verhaftung nicht aber seinem
abtransport da
ist es schwer zu fassen wo aber gefahr ist wächst das rettende auch das
wird keiner entscheiden können ob wilde leben zu dem zeitpunkt noch politische
ängste hatte ich glaube dass ein zustand so schon schlimm genug war und
dass er wusste egal an welche macht das er ausgeliefert ist und ausgeliefert wird am
15 september 1800 sexuellen in die psychiatrische abteilung der klinik in Tübingen
gebracht nach
231 tagen wieder entlassen mit der prognose höchstens noch drei jahre er
kommt zur pflege in die familie des tübinger schreiners zimmer und findet dort
fürsorglicher aufgabe dieses ende im turm ist ja eigentlich ein
glückliches ist ein happy end denn land nicht im kerker landet nicht in irgend einer
irrenanstalt angekettet er landet in einer liebevollen umgebung diese
familie die ihn pflegt nicht drei jahre sondern mehr als drei jahrzehnte lebt Friedrich
Hölderlin  und tübinger turm die hälfte seines lebens den
berichten der familie zimmer ist zu entnehmen dass er im laufe der jahre ruhiger
geworden ist ich
glaube dass heute in seine situation weitgehend verstanden hat dass er verstanden
hat hier kein gefangener zu sein das war auch im schutzraum wo er vor anderen und
vor sich bewahrt werden konnte trotz allen beruflichen misserfolgs trotz
aller persönlichen und politischen erschütterungen Hölderlin  hat an seiner vision forstgarten er wollte
wegbereiter sein er wollte dichter sein unbedingt auch wenn dieser lebensweg
ihn am ende in die isolation führt august verteidigen was Hölderlin  da getan hat dass der campus
bleiben das ist dichtungs projekt mit dem allerhöchsten lebensrisiko 36 jahre verbringt Hölderlin  in seinem zimmer im turm über dem Neckar
gedichte die
er vor seiner verbringung nach Tübingen verfasst hat weiß er als ein werk zu
identifizieren aber er weigert sich noch Hölderlin  zu sein seine rolle ist nun eine andere und die spielt er
bis zum sie kennen sie sind schon von mir die Gedichte dabei
fehlen dahin bin ich nicht so habe ich nie geheißen